17.08.2015

Schlammschlacht in Solingen

Viele Defekte, wenige Fahrer aber ganz schön dicke Beine

Das Wetter am vergangenen Sonntag ließ wirklich nur die echten Biker vor die Tür. In Solingen ging es für Florian Kortüm und Lars Goldmann auf eine völlig verschlammte Strecke. Nach einem Sturz in der zweiten Runde und einem Defekt in Runde 3 musste Florian das Rennen leider abbrechen. Lars kam dabei deutlich besser mit dem Wetter zurecht. Hier ein persönlicher Einblick auf das Renngeschehen am Wochenende von Lars:

„Am Sonntag ging es für mich nach den langen Ferien mit vielen Trainingskilometern nach Solingen zum vierten Lauf des XCO-NRW-CUPs. Obwohl ich die Strecke zwei Wochen zuvor bereits erkundet hatte, ging ich auf Grund der schlechten Wetterverhältnissen noch einmal auf die Runde. Nach dem Warmfahren ging ich durchnässt an den Start, den ich dieses Mal überraschend gut erwischte und so an einer guten vierten Position in die erste Kurve ging. Doch danach kamen die starken Fahrer von hinten und so wurde ich etwa auf den achten Platz zurück gereicht. Auf diesem konnte ich dann auch in den, technisch sehr anspruchsvollen Downhill mit Sprüngen, einem Drop und einem Steinfeld einbiegen. Nachdem das Feld den tiefsten Punkt der Runde erreicht hatte, war ich zwischen zwei Gruppen gefangen. Ich probierte zwar mehrfach an die vor mir liegenden Fahrer einen Anschluss zu bekommen, doch es gelang mir nicht. Leider war mir die Gruppe hinter mir zu langsam. Erst in der zweiten Runde nachdem ich im zweiten, deutlich schlammigeren Teil der Strecke einige Fahrfehler hatte, schloss die Dreiergruppe auf und war dann auch schnell genug in der Abfahrt um dranzubleiben. Als ich am tiefsten Punkt der Strecke im Schlamm wegrutschte, zogen alle drei an mir vorbei. Im folgenden Anstieg fuhren zwei direkt außer Reichweite, so fuhr ich einige Meter mit einem Begleiter doch bis zum Start/Ziel-Bereich hatte ich bereits den Anschluss für die nächste Runde verloren.

Ab jetzt fuhr ich das gesamte Rennen alleine und war leicht enttäuscht, da mich so viele Fahrer überholt hatten. In Runde Drei verlor ich dann auch Luft aus dem Hinterrad. Damit kam ich jedoch die Schlammigen Anstiege besser hoch und so entschied ich mich mein Rad nicht zu wechseln. Diese Entscheidung führte dann dazu, dass ich in der technischen Abfahrt sowohl beim Drop, als auch beim Steinfeld jeweils die B-Line nutzte, um Reifen und Felge nicht zu gefährden. Nach rund 55 Minuten Schlammbad kam ich auf einem, für mich sehr überraschenden achten Platz, ins Ziel. Vor mir erlitten sehr viele Fahrer Stürzte oder technische Defekte und mussten so das Rennen frühzeitig beenden. So hatte ich trotz meiner nicht ganz so guten Beine die angestrebte Top 10 Platzierung erreicht. Damit konnte ich mich auch in der Gesamtwertung von Platz vier auf Rang 2 verbessern. Nächste Woche wird beim Heimrennen auf dem Harkortberg neu angegriffen. Mein Ziel wird es jetzt sein, am 27.September beim Finale in Remscheid unter den Top 5 der Gesamtwertung zu liegen.“